Verfasst von: Hao | 26. November 2011

Einladung


Ein Jackett ist nicht erforderlich

Ich schüttelte zweifelnd meinen Kopf. Dies konnte nicht die richtige Stelle sein. Nach all dem, was geschehen ist, ist es möglich hier willkommen zu sein? Mehrfach hatten mir verschiedene Leute eine Einladung gegeben und ich hatte mich schließlich entschieden nachzuschauen, ob da wirklich was dran ist. Aber, dies konnte nicht der richtige Ort sein.

Schnell blickte ich nach unten auf die Einladung, die ich noch immer in meiner Hand hielt. Ich überflog noch einmal die Worte: „Kommen Sie, wie Sie sind. Ein Jackett ist nicht erforderlich!“

Ja, ich war bei der richtigen Stelle. Ich spähte wieder durch das Fenster und sah ein Zimmer voller Leute, deren Gesichter vor Freude zu glühen schienen. Alle, die hier in diesem exquisiten Restaurant speisten, waren ordentlich gekleidet, beinahe festlich geschmückt. „Nobel, Nobel“ dachte ich.

Beschämt fiel mein Blick auf meine eigene zerlumpte, zerrissene Kleidung, die mit Flecken bedeckt war. Ich war schmutzig, in der Tat, sehr schmutzig. Ein verpesteter Geruch schien mich zu umhüllen, und ich konnte den Ruß nicht abschütteln, der an meinem Körper klebte.

Als ich mich abwandte, um zu gehen, schienen mich die Wörter von der Einladung, fast anzuspringen… „Kommen Sie, wie Sie sind. Ein Jackett ist nicht erforderlich!“ Da entschied ich, es zu probieren.


Es brauchte all meinen Mut, den ich aufbringen konnte, dann öffnete ich die Restauranttür und ging bis zu einem Mann, der hinter einem Podium stand.

„Ihr Name, bitte“? fragte er mich mit einem Lächeln. „Hao Hebbinghaus“ murmelte ich, ohne aufzublicken. Ich stieß meine Hände noch tiefer in meine Taschen in der Hoffnung irgendwie die Flecken zu verbergen. Er aber schien den Schmutz überhaupt nicht zu bemerken mit dem ich bedeckt war und erwiderte: „Sehr gut, Herr Hebbinghaus. Es wurde bereits auf Ihren Namen reserviert. Darf ich Ihnen den Tisch zeigen?“ Ich konnte das nicht glauben, was ich hörte! Ein Grinsen brach auf meinem Gesicht aus und ich sagte: „Ja, natürlich!“ Er führt mich zu einem Tisch. Tatsächlich, da gab es eine Platzkarte auf der mein Name in einem tiefen Dunkelrot geschrieben war.

Als ich die Speisekarte durchblätterte, sah ich viele köstliche Angebote aufgeführt. Es gab Dinge wie: „Frieden, Freude, Segen, Zuversicht, Verheißungen, Hoffnung, Liebe, Glaube und Gnade“. Ich erkannte, dass dies kein gewöhnliches Restaurant sein konnte! Ich blätterte die Speisekarte zurück zum Anfang, um zu sehen, wo ich war … „Gottes Gnade“, hieß das Lokal.

Der Mann kam zurück und sagte: „Ich empfehle ‚Das besondere Tagesgericht‘. Damit werden Sie berechtigt von allem auf dieser Speisekarte eine Portion zu erhalten.“ „Die müssen scherzen!“ sagte ich zu mir selbst. „Meinen die wirklich, ich kann all dieses haben?!“ „Was ist das: ‚Das besondere Tagesgericht‘?“ fragte ich mit begeisterter Stimme.

„Rettung“ war seine Antwort. „Ich werde es nehmen“, antwortete ich schnell, fast weinend. Denn, so schnell wie ich diese Behauptung machte, verließ die Freude meinen Körper. Ein kranker heftiger Schmerz ruckte durch meinen Magen und Tränen füllten meine Augen. Zwischen meinen Schluchzern sagte ich: „Entschuldigen Sie, aber schauen Sie mich doch an. Ich bin schmutzig und scheußlich. Ich bin absolut unwürdig für all das, was Sie mir anbieten. Natürlich würde ich all das gerne haben, aber… aber ich kann nichts dafür geben.“

Unerschrocken lächelnd erwiderte der Mann: „Machen Sie sich keine Sorgen. Der gute Mann da drüben hat sich schon um alles gekümmert. Sein Name ist Jesus.“ Indem ich mich umdrehte, sah ich einen Mann dessen Gegenwart den ganzen Raum auszuleuchten schien. Es war fast unmöglich ihn längere Zeit nur anzusehen.

Ich bemerkte, wie ich auf ihn zuging und mit zitternder Stimme flüsterte: „Herr, ich werde das Geschirr abwaschen oder den Boden fegen oder den Abfall hinaustragen. Ich werde alles machen, was ich machen kann, um Ihnen all dieses zurückzubezahlen.“


Er öffnete seine Arme und sagte mit einem Lächeln: „Sohn, all dieses ist dein, wenn du zu mir kommst. Bitte mich, dich zu reinigen und ich werde es tun. Bitte mich, dir zu erlauben, an meinem Tisch zu essen, es ist OK! Erinnere dich, der Tisch wurde auf deinen Namen reserviert. Alles was du tun musst, ist das Geschenk anzunehmen, das ich dir anbiete.“

Erstaunt fiel ich zu seinen Füßen nieder und sagte: „Bitte, Jesus, reinige mein Leben. Verändere mich bitte, lass mich an deinem Tisch sitzen und gibt mir dieses neue Leben.“


Sofort hörte ich die Worte: „Es ist vollendet!“ Ich bemerkte,
 wie plötzlich eine weiße Robe meinen Körper schmückte. Etwas seltsames und wunderbares war passiert. Ich fühlte mich neu, angenommen und aufgewertet. Ich saß an Seinem Tisch. “ ‚Das besondere Tagesgericht‘ ist serviert worden“, sagte der Herr zu mir. „Rettung ist dein!“

Wir saßen und redeten für eine ganze Weile und ich genoss die Zeit, die ich so mit Ihm verbrachte. Er erzählte mir, ich dürfe gerne wiederkommen – wie alle anderen hier-, so oft wie ich ein weiteres Helfen von Gottes Gnade möchte. Er machte mir klar, dass er mit mir so viel Zeit wie möglich verbringen wollte. Er flüsterte sanft: „Und siehe, ich bin immer bei dir“. Und dann sagte Er etwas zu mir, das ich nie
vergessen werde.

Er sagte: „Mein Kind, siehst du diese leeren Tische?“ „Ja, Herr. Ich sehe sie. Was bedeuten sie?“ erwiderte ich fragend. „Es sind reservierte Tische, … aber all diejenigen, deren Name auf den Platzkarten stehen, haben ihre Einladung noch nicht angenommen.

Würdest du so nett sein, diese Einladungen auszuteilen zu jenen, die uns noch nicht gefunden haben?“ fragte Jesus. „Natürlich“, sagte ich mit Begeisterung, als ich die Einladungen entgegen nahm. „Gehe hin, zu allen Nationen.“ sagte er, als ich mich aufmachte.

Ich kam durch Gottes Gnade, war schmutzig und hungrig. Befleckt durch Sünde. Meine Rechtschaffenheit waren schmutzige Lumpen. Doch Jesus veränderte mein Leben. Ich ging hinaus als ein neuer Mensch … in weißer Robe gekleidet, durch seine Rechtfertigung.

Bist Du schon bei „Gottes Gnade“ gewesen?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: