Verfasst von: Hao | 26. November 2011

Peter Horstmanns esoterischer Sausack

Die Menschenwürde bei Astro-TV und Questico

Wie hoch der Wert und die Würde des Menschen bei den Questico-Experten für „kompetente und liebevolle Beratung“ gehandelt wird, macht folgendes Beispiel deutlich, welches mir ein Betroffener zukommen ließ.

Der „Experte“ Peter Horstmann verdummt nicht nur, wie alle seine Kollegen, seine Opfer, wobei er sich auch immer gut rausreden kann, sondern er kann auch Menschen zutiefst beleidigen. 

Da erkundigte sich am 1.Mai 2007 eine Anruferin nach der Qualität ihrer Ehe. Ihr „Gesprächspartner“ war der , der vollmundig den Ehemann als, man mag es kaum glauben, „kleinen egoistischen Sausack“ bezeichnete.

Über einige Kanäle erhielt dann der beleidigte Ehemann darüber Information, der sofort den Sender mit folgenden Worten anschrieb:


„In Ihrer Astrosendung am 1.Mai gegen 10.32 Uhr rief meine Frau bei Ihnen an, um sich nach dem Fortbestand unserer Ehe zu informieren.

Ihr „Experte“, Peter Horstmann, bezeichnete mich dabei in der Livesendung als, ich zitiere: „kleinen egoistischen Sausack“. Diese Informationen habe ich heute von meinen Arbeitskollegen nebst der entsprechenden Aufzeichnung erhalten. Beschimpfungen auf Ihrem Sender gegenüber unbekannten Personen in Ihren „liebevollen und kompetenten Beratungen“ sind zwar an der Tagesordnung, allerdings, wenn es mich trifft, werde ich das entsprechend verfolgen. Dass meine Frau mich dabei unterstützt, sei nur am Rande erwähnt.

Ich erwarte eine öffentliche Entschuldigung von Peter Horstmann in einer der nächsten Sendungen. Weiterhin erwarte ich eine schriftliche Entschuldigung mit genauer Bekanntgabe des Sendetermins. Sollte ich bis zum 15. Mai keine dementsprechende Nachricht von Ihnen erhalten, werde ich diesen ungeheuren Vorfall zur Anzeige bringen.“

Die Anwort von Questico war eine „halbherzige Entschuldigung“, die allerdings diese Bezeichnung nicht verdient.

„Ich möchte mich im Namen von Astro TV für Herrn Horstmann entschuldigen. Diese Aussage war so nicht gerechtfertigt. Wir haben Herrn Horstmann verwarnt und werden in Zukunft noch genauer auf die Aussagen unserer Berater achten“.

Der gehörnte Ehemann reagierte mit folgender Mail:

„Sie werden verstehen, dass ich mich mit Ihrer unpersönlichen „Entschuldigung“, die nicht einmal aus dem Mund des Verursachers kam, nicht zufrieden gebe. Nicht, Sie, werter Herr ……, sondern Herr Horstmann hat mich zutiefst in der Öffentlichkeit beleidigt.

Drei schwammige Sätze für eine weltweit ausgestrahlte Beleidigung? Finden Sie Ihre Entschuldigung wirklich angemessen für das, was meine Frau und ich derzeit durchmachen müssen?

Die unverschämte Beleidigung gegenüber einem Menschen, den Herr Horstmann persönlich nicht einmal kennt, geschah nicht in einem persönlichen Telefonat unter vier Ohren, sondern in der Weltöffentlichkeit live über einen TV-Sender, der nicht nur über einen Sat. abgestrahlt wird, sondern auch über das Internet an jeder Ecke der Welt zu empfangen ist.

Und wenn mich meine Arbeitskollegen schon darauf aufmerksam gemacht haben, ein anonymer Hinweis am schwarzen Brett und diverse Spitzen bei der heutigen Arbeitsbesprechung kamen heute noch hinzu, werde ich mich wohl sicherlich mit einer solchen butterweichen „Entschuldigung“ nicht zufrieden geben, wobei ich inzwischen durch entsprechendes Recherchieren festgestellt habe, dass Beleidigungen von dritten Personen durch ihre „liebevollen“ Experten offensichtlich üblich sind.

Ich erwarte eine öffentliche Rücknahme der Beleidigung meiner Person an genau der gleichen Stelle, wo diese auch ausgesprochen wurde, natürlich ohne meine Namensnennung, nämlich über den Sender. Schließlich hat der „Experte“, Herr Horstmann, weit über Anstand und Sitte herausgeschossen und gegenüber einer unbekannten Person, der sich nun in seiner Berufswelt außerordentlichem Spott gegenübersieht, eine hochnäsige und menschenverachtende Bemerkung gemacht, unter der meine Frau und ich enorm leiden.

Ein Nichtakzeptieren meiner überaus berechtigten Forderung hat nicht nur die bereits erwähnte Anzeige zur Folge, sondern auch noch eine entsprechende Beschwerde über Astro-TV bei der zuständigen Medienaufsicht.

Werter Herr ………., bitte teilen Sie umgehend Ihre Entscheidung und den Sendetermin der Entschuldigung mit, damit ich dieses auch ohne „Mithilfe meiner Arbeitskollegen“ verfolgen kann.

Meine Frau und ich haben durch Herrn Horstmann im Freundes- Verwandten- und Berufskreis ihr Gesicht verloren. Nun liegt es an dem Verursacher, diese ungeheure Beleidigung an gleicher Stelle aus der Welt zu schaffen, schließlich hat nicht nur er einen Ruf zu verlieren.

Erst wenn eine öffentliche Gegendarstellung in Ihrem Sender ausgestrahlt wurde, ist meine Ehre – auch gegenüber meiner Abteilung bei meiner Arbeit wieder hergestellt und die Entschuldigung angenommen.“

Eine schwammige Entschuldigung

In der Zwischenzeit wurde Peter Horstmann von Questico aufgefordert, sich bei dem Beleidigten zu entschuldigen. Dieses las sich so:

„Mein Name ist Peter Horstmann und ich bin der Berater bei AstroTV, um den es sich bzgl. Ihrer Mail an Questico handelt.

Ich muss gestehen, dass ich nicht genau weiß, um welche Beratung es genau geht. Die Situation habe ich nicht mehr in Errinerung. Ich habe manchmal eine sehr flapsige und unkonventionelle Art und rede oft auch wie mir der Schnabel gewachsen ist. Dieses soll keine Entschuldigung sein für einen Fehler den ich machte, was mir erst durch Ihre Mail bewußt wurde. Es ist so das ich in keinster Weise jemanden beleidigen und auch nicht angreifen möchte. Das würde im Gegensatz zu meiner Einstellung und Tätigkeit als spiritueller Lebensberater stehen. An Ihrer mail erkenne ich jedoch, dass ich genau dieses getan habe in der Sendung. Ich möchte Sie um Verzeihung bitten, und mich bei Ihnen für diese Aussage entschuldigen. Es war mir in dem Moment nicht klar, dass ich jemanden verletzen, bzw. angreifen würde und einen Fehler begehe. Ich bin Ihnen jedoch dankbar, dass Sie diese Mail geschrieben haben. Es ist mir wichtig für meine Selbstüberprüfung, um in Zukunft besser auf meine Ausdrucksweise zu achten. Das Feedback der Anrufer bestätigt einen eher immer in die andere Richtung und deshalb möchte ich Ihnen danken. Ich möchte mich abschließend noch einmal entschuldigen und um Verzeihung bitten. Ich hoffe und wünsche mir, dass Sie meine Entschuldigung annehmen.
Mit freundlichen Grüßen Peter Horstmann“


Diese Mail wurde von dem Beleidigten wie folgt beantwortet:

„Sehr geehrter Herr Horstmann,

Wie ich gegenüber Herrn ……. schon mitgeteilt habe, werde ich eine Entschuldigung nur annehmen, wenn sie auch an der Stelle geschieht, an der sie ausgesprochen wurde, nämlich über den Sender. Es dürfte Ihnen bei Ihrer Beredsamkeit kein großes Problem sein, sich ohne Namensnennung für die Beleidigung zu entschuldigen, wobei ich davon ausgehe, dass diese Entschuldigung in der Art geschieht, wie es das Presserecht in einer Gegendarstellung dem Geschädigten zubilligt.

Dass Sie die Beleidigung und Kränkung einer Ihnen unbekannten Person bereits nach wenigen Stunden vergessen haben: „Ich muss gestehen, dass ich nicht genau weiß, um welche Beratung es genau geht. Die Situation habe ich nicht mehr in Erinnerung“, zeigt mir die Qualität der Entschuldigung. Es wäre Ihnen ein Leichtes gewesen, sich die Aufzeichnung noch einmal anzuschauen, um sich noch einmal die Ungeheuerlichkeit Ihres kaum zu verzeihenden Fehltritts in der Weltöffentlichkeit bewusst zu machen. Ob dann im Nachhinein eine Betroffenheit bei Ihnen zu spüren gewesen wäre, vermag ich nach Ihren Zeilen nicht mehr zu glauben. Nicht einmal diese Mühe haben Sie sich bei Ihrer „Entschuldigung“ gemacht. Die menschenverachtende Bemerkung auch noch mit den Worten zu rechtfertigen: „Ich habe manchmal eine sehr flapsige und unkonventionelle Art und rede oft auch wie mir der Schnabel gewachsen ist“, lässt mich an der Ernsthaftigkeit Ihrer Zeilen, natürlich auch an Ihren „esoterischen Fähigkeiten“ über die Maßen zweifeln.

Wer ein TV-Studio mit einer Kölner Kneipe verwechselt, selbst dort beleidigt man nicht einfach einen unbekannten Menschen, ohne dass es Folgen nach sich zieht, sollte sich generell wirklich überlegen, ob er kameratauglich ist.

Bitte teilen Sie mir den Sendetermin Ihrer Entschuldigung mit“.


Der Sender bat dann den Beleidigten ihn anzurufen, worauf dieser wie folgt antwortete:

Nach Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt wurde mir dringend abgeraten, mit Ihnen in telefonischen Kontakt zu treten. Ich habe alles gesagt, es gibt keine neuen Fakten. Sie allein haben die Kompetenz, die Beleidigung auf der Ebene, auf der sie ausgesprochen wurde, in adäquater Weise zurückzunehmen“.

Nach der Aufforderung durch Questico, einen „Entschuldigungstext“ zu entwerfen, erhielt der Sender folgende Mail:

Der Text sollte so formuliert werden.
„Am Dienstag, dem 1.Mai, gegen 10.32 Uhr beleidigte unser Questico Experte, Peter Horstmann in einer esoterischen Beratung den ihm unbekannten Ehemann einer ihm ebenfalls unbekannten Anruferin, in dem er diesen als „kleinen egoistischen Sausack“ bezeichnete. Questico und Peter Horstmann distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dieser aus der Luft gegriffenen Behauptung. Wir bitten alle Betroffenen um Entschuldigung für diese öffentliche und ohne einen Grund geäußerte peinliche und menschenverachtende Entgleisung unseres Mitarbeiters, Peter Horstmann“.
Sprachliche Änderungen, die den Inhalt nicht verfälschen, können mit vorher gehenden Absprache mit mir getätigt werden.

Ehrlich wäre diese Entschuldigung auch, wenn diese durch den Verursacher gesprochen würde. Dann müsste natürlich der Text entsprechend verändert werden, ohne den Inhalt zu verfälschen.

Als Sendeplatz schlage ich die Zeit um 20 Uhr vor.

Ist diese Entschuldigung erfolgt, hat sich für mich die Angelegenheit zwischen Ihnen, Herrn Horstmann und mir erledigt. Dadurch sehe ich meine Ehre als wieder hergestellt.

Ich hoffe, dass sich durch Ihre Ausstrahlung auch das Arbeitsklima für mich wieder verbessert“.

Diese Entschuldigung wurde dann auch am 5. Mai 2007 gegen 11 Uhr ausgestrahlt, doch wie die „Sterne es wollten, gab es am Anfang eine gravierende Tonstörung, so dass das Anliegen des Betroffenen nicht zur Geltung kam. Die Reaktion des Beleidigten:

„Danke für die Entschuldigung, die ich aber in dieser Form nicht annehmen kann. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, sind wesentliche Teile der Entschuldigung vom Ton her nicht gesendet worden. Zufall oder Absicht????

Wie dem auch sei. Der Zuhörer konnte sich bei den Wortfetzen keinen Reim auf die Hintergründe machen, da der Einstieg in die Problematik fehlte und die Ausstrahlung eher einer Rätselstunde glich.

Das hat zur Folge, zwei Anrufe von Arbeitskollegen erreichten mich bereits, dass eine neue Spottrunde auf meiner Arbeit eingeläutet wird. Zwar war der Rahmen und der Auftritt des Sprechers einer Entschuldigung angemessen, aber die „Tonstörung“….. Ohne Ton wirkt auch die beste Entschuldigung nichts. Fakten sind gefragt.


Wer und was auch immer für die Tonstörung verantwortlich war….. Ich habe das Recht auf eine erneute Aussendung ohne eine Störung. Diese wollen Sie ab Montag ausstrahlen und mir vorher den Sendeplatz mitteilen, damit ich auch rechtzeitig die Personen, die mir nach der Beleidigung kräftig zusetzen, informieren kann“.

Eine Woche später, also am 12. Mai 2007, kurz vor 11 Uhr, wurde dann die Entschuldigung störungsfrei wie folgt gesendet.

„Liebe Zuschauer! Nun eine Mitteilung in eigener Sache: Am Dienstag, dem 1.Mai, gegen 10.32 Uhr, beleidigte unser Questico Mitarbeiter, Peter Horstmann, in einer esoterischen Beratung den ihm unbekannten Ehemann einer ihm ebenfalls unbekannten Ehefrau einer Anruferin, in dem er ihren Mann als „kleinen egoistischen Sausack“ bezeichnete. Questico und Peter Horstmann distanzieren sich hiermit ausdrücklich von dieser aus der Luft gegriffenen Behauptung und wir bitten alle Betroffenen um Entschuldigung für diese öffentlich ohne einen Grund geäußerte peinliche und menschenverachtende Entgleisung von Peter Horstmann. Danke schön!“
Hier der Mitschnitt.

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