Verfasst von: Hao | 26. November 2011

Wenn aus dem „Pitsch“ ein Halleluja“ wird

Gepitscht hat es auch bei den beiden Männern, die von Jerusalem nach Emmaus gehen. Drei Jahre hatten sie ihren Lebenstraum geträumt und  erfreuten sich täglich an den „schönsten Farben“. Mit dem verheißenen Messias persönlich zusammen sein, von Jesus lernen, das Unrecht im Staate beseitigen, und, und ,und…

Dann kam Karfreitag ihr persönliches „Pitsch.“

Frustriert machen sich die Jünger auf den Weg zurück in ihr altes Leben, totunglücklich, denn ihr Lebenstraum, der Jesus hieß, war zerplatzt, einfach so. Eben schillerte er noch in den herrlichsten Farben, da unterhielten sie sich noch darüber, wer denn nun wo im Reiche Gottes die Plätze einnehmen würde, und dann die Kreuzigung. Schlimmer kann es nicht kommen.

Doch dann ist plötzlich ein dritter Mann da, ein Unbekannter. Aus dem Nichts taucht er auf, sieht die tiefe Trauer und Depression der beiden Wanderer, die das ganze Geschehen einfach nicht verstehen können.


Er greift in die immer stärker um sich greifende Depression und Traurigkeit seiner Weggefährten ein, stellt Dinge klar, rückt sie ins rechte Licht. Die frustrierten Emmausjünger, wie sie auch genannt werden, wollen mehr wissen und laden den Unbekannten, der mit dem Über-, Durch- und Weitblick gesegnet zu sein scheint, nach ihrer Ankunft zum Abendessen ein.


Doch dann, beim Essen, bei der Art, wie der Fremde das Brot teilt, wird ihnen schlagartig deutlich, dass es sich ja in der Vergangenheit gar nicht um eine Seifenblase gehandelt hatte, sondern um Realität, die auch durch die Kreuzigung nicht zur Seifenblase wurde. Der Unbekannte ist der Auferstandene selbst. Jesus lebt, es musste alles so kommen! Nun haben sie keinen Zweifel mehr, sie wollen sofort nach Jerusalem zurück und es allen sagen: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“

Jesus eine Seifenblase? Nein, er war nie eine verführerische Seifenblase, erst recht nicht nach Ostern, nach dem Ereignis in Emmaus. Mit Ostern wissen wir, dass, wer sich auf den Auferstandenen verlässt, nicht verlassen ist, sich nicht leicht platzenden Lebensträumen hingibt, sondern den wahren Lebensgrund gefunden hat, der auch bei der schlimmsten Krankheit noch Bestand hat.


Die Bibel
Der Auferstandene zeigt sich den Jüngern (Lukas 24,13-35)

Am selben Tag wanderten zwei Jünger nach Emmaus, einem Dorf, das ungefähr zehn Kilometer von Jerusalem entfernt liegt. Unterwegs redeten sie über nichts anderes als über die Ereignisse der letzten Tage. Während sie miteinander sprachen, gesellte sich Jesus zu ihnen. Aber, wie mit Blindheit geschlagen, konnten sie ihn nicht erkennen. „Worüber unterhaltet ihr euch?“ fragte sie Jesus. Die Jünger blieben traurig stehen, und verwundert bemerkte Kleopas, einer von den beiden: „Ich glaube, du bist der einzige in Jerusalem, der nichts von den Ereignissen der letzten Tage gehört hat.“ „Was ist denn geschehen?“ wollte Jesus wissen. „Du hast nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?“ antworteten die Jünger. „Er war ein Prophet, den Gott geschickt hat. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen. Aber unsere Hohenpriester und die Männer vom Hohen Rat haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und dann ans Kreuz geschlagen. Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott verheißene Retter ist, der Israel befreien sollte. Das war vor drei Tagen. Heute Morgen wurden wir sehr beunruhigt durch einige Frauen, die zu uns gehören. Schon vor Sonnenaufgang waren sie zum Grab gegangen; aber sein Leichnam war nicht mehr da. Ihnen seien Engel erschienen, die sollen gesagt haben: ‚Jesus lebt! Einige von uns sind gleich zum Grab gelaufen. Es war tatsächlich leer, wie die Frauen berichtet hatten. Aber Jesus haben sie nicht gesehen.“

Darauf sagte Jesus zu ihnen: „Wie unverständig seid ihr doch! Warum begreift und glaubt ihr nicht, was die Propheten vorhergesagt haben? Musste Christus nicht all dies erleiden, bevor Gott ihn zum Herrn über alles einsetzt?“ Dann erklärte ihnen Jesus, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wird – von den Büchern Mose angefangen bis zu den Propheten. Inzwischen waren sie kurz vor Emmaus. Es sah aus, als wollte Jesus weitergehen.

Deshalb drängten ihn die Jünger: „Bleibe doch über Nacht bei uns! Es wird ja schon dunkel.“ So ging er mit ihnen ins Haus. Als sie sich zum Essen gesetzt hatten, nahm Jesus das Brot, dankte dafür, teilte es in Stücke und gab es ihnen. Da plötzlich erkannten sie ihn. Doch er verschwand vor ihren Augen. Jetzt fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen: „Haben wir nicht im Innersten gespürt, dass es Jesus ist, als er unterwegs mit uns sprach und uns die Verheißungen der Heiligen Schrift erklärte?“

Ohne Zeit zu verlieren, liefen sie sofort nach Jerusalem zurück. Dort waren die elf Jünger und andere Freunde Jesu zusammen. Von ihnen wurden sie mit den Worten begrüßt: „Der Herr ist auferstanden! Er ist tatsächlich auferstanden! Petrus hat ihn gesehen!“ Nun erzählten die beiden, was auf dem Weg nach Emmaus geschehen war und dass sie ihren Herrn daran erkannt hatten, wie er das Brot austeilte.


Jesus will aus jedem einzelnen „Pitsch“ ein Halleluja machen, wenn wir ihn nur lassen. Und davon kann man sich auch phonetisch überzeugen, wenn man hier klickt.

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Responses

  1. Es ist wunderbar, diesen schönen Beitrag mit Händels „Messias“, dem Halleluja zu beenden. Danke recht herzlich! Monika

  2. Nochmal zum Messias, wie oft hat Händels schöne Musik, wo ja wortwörtlich das Wort Gottes besungen wird, mir geholfen, Schritte im Alltag weiter, kraftvoll zu gehen. Denn es ist auch eine Art, das Evangelium zu singen und zu empfangen. Danke Herr!


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